Unterricht mal anders

Trotz Corona-Krise und vielen Kilometern zwischen einander sind wir durch das vielfältige Online-Programm alle eng miteinander verbunden.

Nach den vier wunderbaren Wochen in Freiburg sind wir alle schweren Herzens auseinander gegangen. Die teilweise große Entfernung hat unseren engen Kontakt untereinander aber nicht unterbrochen. Besonders bei den wöchentlichen Video-Frühstücken konnten wir uns alle als Gruppe wieder sehen, während wir Neuigkeiten zur derzeitigen Lage und den Erlebnissen zu Hause ausgetauscht haben.

Natürlich wurde uns in der Zeit zu Hause nicht langweilig, weil wir viele unterschiedliche Programmpunkte auf dem Tagesplan hatten. Dabei wurden aufgrund des kurzfristig geänderten Programms viele Einheiten von früheren proTechnicale-Teilnehmerinnen vorbereitet und durchgeführt. Dies bot uns die Gelegenheit, die ehemaligen Teilnehmerinnen kennenzulernen, deren Erfahrungen mit unseren bisherigen abzugleichen und außerdem noch Empfehlungen zu bekommen, was wir noch alles in unserer restlichen Zeit bei proTechnicale ausprobieren sollten.

Besonders spannend waren die Kaminabende mit ehemaligen Teilnehmerinnen, die von ihrem Studienfach und -ort berichtet haben, da uns bald unsere eigene Studienwahl bevorsteht. Dies bot uns die Möglichkeit ganz neue Studienfächer – wie zum Beispiel Mensch-Maschine-Interaktion an der Uni Hamburg – kennenzulernen, die wir in dem großen Angebot an Fächern noch nicht entdeckt hatten. Außerdem war es interessant, Informationen über Studienstipendien sowie Auslandssemester zu bekommen, die uns später helfen werden uns zurecht zu finden.

Für den Zeitraum war außerdem ein Besuch beim Airbus Defence und Space geplant, welches leider aufgrund der Corona-Krise nicht so wie geplant stattfinden konnte. Stattdessen hat uns die Ansprechpartnerin, eine ProTechnicale Alumna, bei einer Videokonferenz mithilfe von Fotos viel über den Standort und ihr Auslandspraktikum beim Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana berichtet.

Nicht nur die Kaminabende haben uns neue spannende Aspekte näher gebracht, sondern auch die unterschiedlichen Workshops.

Ein Workshop, den viele von uns sehr hilfreich fanden, war über schriftliche Arbeiten, da wir im Verlauf des Programms eine Projektarbeit schreiben müssen, die uns die Möglichkeit geben soll unser Wissen über das naturwissenschaftliche Arbeiten zu erweitern, sodass wir nicht bei der Bachelorarbeit das erste Mal eine wissenschaftliche Arbeit schreiben. Der Workshop bot uns die Möglichkeit, zu unseren momentanen Problemen beim Schreiben unserer Projektarbeiten Fragen zu stellen, und Antworten von jemanden, der letztes Jahr in genau der gleichen Situation war, zu bekommen. Zusätzlich konnte Nora uns auch Tipps geben, auf was wir bei der Struktur und beim Schreiben der Arbeit achten sollen.

Im Workshop zu Innovationen und Produktentwicklung konnten wir unsere Kreativität ausleben, da wir die erlernte Theorie an eigenen Ideen anwenden sollten. Dadurch sind selbst fahrende Autos mit Kinofunktion in den Scheinwerfern entstanden oder Kugelschreiber, die den geschriebenen Text auf dem Papier über Bluetooth oder USB in eine Word-Datei umwandeln. Danach haben wir noch Werbestrategien und -slogans für die Produkte entwickelt.

Der Informatik Workshop von der Hochschule Bremen bot uns die Möglichkeit unsere Programmierkenntnisse weiter auszubauen und zwar diesmal mithilfe des Spiels „Space Invaders“. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, bei dem Online-Seminar auch noch gleichzeitig mit dem Programmieren mitzukommen, konnten wir am zweiten Tag doch alle ein funktionierendes Spiel vorweisen, das bei manchen sogar mit besonderen Erweiterungen ausgestattet war. Es gab verschiedene Hintergründe, vor denen sich die abzuschießenden Raumschiffe bewegten, Hindernisse, die die Schusslinie zu den Raumschiffen blockierten oder eine Anzeige, die in Herzchen die übrigen Leben des Spielers anzeigte.

Außerdem hatten wir einen Workshop über Werte und Blue Engineering. Wir beschäftigten uns einen ganzen Nachmittag lang nur mit unseren persönlichen Werten, was wir bestimmt bei künftigen Bewerbungsgesprächen oder auch bei unserer Studienwahl gebrauchen können. Schließlich kann es nie schaden, die eigenen Werte zu kennen. Zusätzlich lernten wir das Blue Engineering kennen, das zum Beispiel in Berlin und Dresden unterrichtet wird und bei dem es um Ingenieursethik geht und darum, dass die spätere Arbeit sich mit den eigenen Werten decken sollte.

Nach diesen spannenden Wochen trotz Corona-Krise startet jetzt ein neuer Programmpunkt für uns Teilnehmerinnen: das Inlandspraktikum, von welchem wir im nächsten Artikel berichten.


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