Wir heben ab bei AIRBUS und als Diplomaten

Seit Anfang November haben wir vieles erlebt:

Zunächst einmal haben wir drei Wochen lang in unserem sehnsüchtig erwarteten Praktikum das Unternehmen AIRBUS aufgemischt:

In den verschiedensten Abteilungen haben wir vielfältige Einblicke in die Arbeitswelt und den Arbeitsalltag beim Flugzeugbauer AIRBUS erhalten. Von Protospace (Forschung anhand von Prototypen im ZAL) über Weight Control (Wiegen der Flugzeuge), ME Electrics (Koordination der Installation der elektrischen Systeme), Structure Assembly (Strukturmontage) bis zu Commodity Buyer (Einkauf von Dienstleistungen) war alles dabei.

Dabei haben wir gelernt, wie aufwendig und zeitintensiv der Bau von Flugzeugen ist. Während in Hamburg der hintere Teil des Rumpfes in Struktur- und Ausrüstungsmontage (Zusammenfügen der Schalen und hydraulische sowie elektrische Ausstattung der Tonne) angefertigt wird, kommt der vordere Teil aus Toulouse und wird in Hamburg in der Final Assembly Line zusammen mit dem hinteren Teil zu einem fertigen Flugzeug, das dann schließlich noch fertig ausgestattet, lackiert und seinem neuen Eigentümer übergeben wird.

Auf dem Weg zum Praktikum haben wir außerdem eine neue Art von Stau erlebt: ein Flugzeug oder einzelne Flugzeugteile müssen die Straße überqueren, weshalb sich der Verkehr bereits mindestens zehn Minuten vorher und nachher staut. Die Wartezeit hat uns von allen Mitarbeitern aber wahrscheinlich am wenigsten gestört, schließlich sieht man nicht jeden Tag aus nächster Nähe ein Flugzeug vorbeifahren, das zudem noch direkt aus der Fertigung kommt.

Auch wenn vielleicht nicht jede hundertprozentig mit der Zuteilung ihres Praktikumsbereichs zufrieden war, können wir vermutlich für alle sprechen, wenn wir sagen, dass uns dieser Einblick in die Berufswelt und in den Flugzeugbau sehr gut gefallen hat und uns auf jeden Fall bereichern konnte. Ein klarer Höhepunkt im bisherigen Programm von proTechnicale! (Genau wie das Airbus-Essen, wo Kantinen wie „Elbblick“ oder „Casino“ definitiv Restaurant-Qualität hatten. Eindeutig 5/5 Flugzeugsterne für die Flugzeugbauer-Kantinen!)

Abschlusstreffen bei AIRBUS vor einem Verwandten von Beluga (Guppy)

In der letzten Novemberwoche und übers erste Adventswochenende ging es für uns zu HamMUN (Hamburg Model United Nations):

Nachdem wir Business-Klamotten gekauft und teilweise fast an unseren Position Papers verzweifelt sind, sind wir einen Tag nach unserem Praktikum direkt in die Hamburger Innenstadt gefahren, um an der ersten HamMUN-Veranstaltung teilzunehmen.

Auf die ersten Konferenz-Sitzungen auf dieser simulierten UN-Versammlung waren wir alle sehr gespannt. In den unterschiedlichsten Komitees, wie zum Beispiel dem Economic and Social Council, dem —- of Drugs and Crime, UN Women, der International Telecommunication Union und der Historical Crisis, haben wir an vier Sitzungstagen an 6 Sitzungen teilgenommen, in denen an verschiedenen internationalen Themen gearbeitet wurde, wobei jeder versucht hat, als Delegierter die Interessen seines gewählten Landes möglichst gut zu vertreten.

Am letzten Konferenztag glücklich aber erledigt bei HamMUN

Neben all diesen eher ernsten Themen kam der Spaß zum Glück nicht zu kurz: jeder Konferenztag endete mit einem freiwilligen Abendprogramm. Besonders die Silent Disco und der Delegates Ball haben uns sehr gefallen und wir haben den damit einhergehenden Schlafverlust gerne in Kauf genommen, auch wenn dieser jeden Konferenztag deutlicher zu spüren war. Aber wofür gibt es denn den „Point of Entertainment“ oder den Start in den Konferenztag mit einer „Minute of Silent Prayer“, weil ein König aus dem Mittelalter über Nacht in der Historical Crisis zu Tode gekommen ist.

An diesem Wochenende haben wir es sehr genossen, mal ein bisschen am Stadtleben teilnehmen zu können, weil das in Neuenfelde doch ein bisschen zu kurz kommt. Das Essen war diesmal aber leider nicht so gut… Uni-Mensa eben. (3/5 Flugzeugsterne)

Bis Weihnachten geht es jetzt für uns mit einer 40+ -Stunden-Woche weiter, was uns natürlich nicht davon abhält, fleißig Plätzchen zu backen (oder unsere Praktikumsberichte zu schreiben…).

Bis bald!


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